#geradeJETZT

Gespräch

Das Publikumsgespräch zur Frage nach einer nachhaltigen Finanzierung von 48h Wilhelmsburg

Ein erfolgreiches 48h Wilhelmsburg 2022

48h Wilhelmsburg 2022 liegt hinter uns. Zum 13. Mal wurden die Elbinseln mit unterschiedlichster Musik, zu neuen Begegnungen und spannenden Entdeckungen herausgefordert. Das 48h Wochenende hat uns mit insgesamt 136 Bands an 48 Orten und rund 20.000 Konzertbesuchen gezeigt, wie erfolgreich Musik die Menschen zueinander bringen kann.

Fotocredit: Juha Hansen

#geradeJETZT – Kultur und Nachbarschaft stärken

Den Erfolg und die nachhaltige Wirkung von 48h zu verstetigen, ist unser Ziel. Deshalb haben wir am 48h Sonntag zur offenen Diskussion zum Thema „#geradeJETZT – Kultur und Nachbarschaft stärken“ eingeladen. Als Gäste konnten wir René Gögge (kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN), Corinne Eichner (Geschäftsführerin STADTKULTUR HAMBURG e.V.), THORD1S (Musiker:in/Performer:in) und Katja Scheer (Vorständin Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg) begrüßen. Die Moderation übernahm Dan Thy Nguyen (fluctoplasma Festival).

„Eine Regelförderung für 48h muss gelingen.“

Zusammen mit dem Publikum fand ein lebhafter Austausch über die Notwendigkeit einer langfristigen Förderstruktur von 48h Wilhelmsburg und dem Netzwerk Musik von den Elbinseln statt. Alle Anwesenden waren sich einig, dass ein so langjährig bestehender Prozess wie 48h, mit einer derart positiven Wirkung auf den Stadtteil und darüber hinaus, eine gesicherte Finanzierung dringend benötige. 48h Wilhelmsburg sei, wie Sonja Lattwesen (MdHB/GRÜNE Hamburg) bemerkte, in seiner Struktur und Wirkung kein Projekt im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein dauerhaftes Programm, das entsprechend anerkannt und gefördert werden müsse.

Dan Thy Nguyen wies darauf hin, dass durch eine unsichere Finanzierung sehr viel Wissen, Erfahrung und Potenzial personell nicht gebunden werden könne. Dies schwächt die Wirksamkeit von Prozessen und Netzwerkstrukturen. Corinne Eichner und René Gögge betonten, dass die Netzwerkstrukturen von 48h weiterführende Begegnungen und das Erschließen von Orten im Viertel selbst ermöglichten. Diese wachsenden Verbindungen und die Verfestigung in der Diversität des eigenen Viertels stärkten die Menschen.
Ein Kernanliegen von 48h Wilhelmsburg ist die Stärkung von Resilienz in der Nachbarschaft durch stabile Netzwerkstrukturen. Hierfür ist eine nachhaltige und regelhafte Finanzierung nötig. Denn, wie THORD1S hinzufügte, seien es nicht nur stabile Beziehungen unter den Menschen, sondern vor allem Geld, welches im Sinne von Planbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit resilient mache. Wie in den freien darstellenden Künsten möglich, müsse 48h von einer Projektförderung in eine mehrjährige Konzeptionsförderung gelangen können, so THORD1S‘ Vorschlag. Corinne Eichner sprach sich für eine Institutionalisierung der Förderung aus, um auch in der Personalplanung für Sicherheit sorgen zu können. Es müssten konkrete Kriterien entwickelt werden, nach welchen Projekte eine Regelförderungen erreichen könnten. Wie wenig eine jährlich befristete Förderstruktur einem stadtkulturellen Prozess wie 48h gerecht wird, betonte auch René Gögge und forderte schließlich: „Eine Regel-förderung für 48h muss gelingen.“

Wie geht es weiter?

Mit einem zweiten, digitalen Gespräch im September möchten wir den Faden weiterspinnen und nach konkreten Wegen für eine sichere Regelfinanzierung von 48h Wilhelmsburg suchen. Hierzu werden wir im August einladen und freuen uns erneut über rege Beteiligung.

Fotocredit: Juha Hansen

Rückfragen zu 48h Wilhelmsburg 2022 an Alena Kruse || 040 75201714 || alena@musikvondenelbinseln.de

Musik von den Elbinseln: www.mvde.de / Bürgerhaus Wilhelmsburg: www.buewi.de

Fotos finden Sie unter: Pressefotos 48h Wilhelmsburg, Copyright im Dateinamen

Pressekontakt:

Pressekontakt: Steph Klinkenborg und Sarah Steidl || 0178 5181099 || office@klinkenborg.com

Für weitere Infos zu #geradeJETZT, sprecht uns an:

Alena Kruse
alenakruse@buewi.de

Mit Hilfe der Umfrageergebnisse haben wir außerdem ein Papier zusammengestellt und nochmal aufgeschlüsselt, was wir brauchen, um auch weiterhin nachhaltig im Stadtteil wirken zu können.